GENUG – 274 Seiten für mehr Lebensqualität

Genug - John Naish Passend zu dieser Jahreszeit wie ich finde, eines jener Bücher, das mich damals im Herbst 2010 in meinem ein paar Jahre zuvor gereiften Vorhaben mit weniger Material zu leben weiter bekräftigte. In diesem Buch setzt sich der britische Times-Journalist John Naish mit der Welt des Überflusses auseinander. Kapitel für Kapitel geht er auf die «Genugs» unserer modernen Gesellschaft ein: Genug Information, Genug Essen, Genug Sachen, Genug Arbeit, Genug Auswahl, Genug Glück, Genug Wachstum und Nie genug. Das Buch liest sich leicht. Naish informiert sachlich auf unterhaltende Weise und mit vielen Verweisen zu Umfragen oder Studien. Jedes Kapitel schliesst mit nützlichen Tipps zur Umsetzung im eigenen Alltag.

Grundsätzlich wäre es wohl ratsam das Buch vor Weihnachten zu lesen. Bevor wir tonnenweise Unnützes oder Überflüssiges kaufen. Denn in Wahrheit –  so steht es auch auf dem Buch –  fehlt uns gar nichts, bis auf die Fähigkeit zu erkennen, wann wir genug haben. Innerhalb der Familie machen wir seit Jahren keine Weihnachtsgeschenke mehr. Sie fehlen tatsächlich nicht. Im Gegenteil. Seither haben das gemeinsame Essen, das Zusammenkommen und die Zeit, die wir zusammen verbringen, wieder massiv an Bedeutung gewonnen. In diesem Sinne wünsche ich allen noch frohe Fest- und Urlaubstage!

John Naish, GENUG, erschienen bei Ehrenwirth, ISBN 978-3-431-03762-3

Albert Camus – alles begann damals in der Fremde

Littérature

Vor einigen Wochen schrieb Stefan Zweifel in einem unglaublich treffenden Bericht im TagesAnzeiger über das Buch, das vor weit über einem Jahrzehnt meine Liebe zur französischen Literatur weckte – Der Fremde von Albert Camus. Wenn er sagt: «kaum ein Buch hämmerte sich mit seinen kurzen Sätzen so in mein Herz und Hirn», so spricht er mir aus der Seele. Alles begann damals 1997. Ich war in Bruxelles um Französisch zu lernen und Literatur bedeutete für mich bisher triste Mühsal wie ich sie aus meiner Schulzeit kannte. Lange unverständliche Texte aus einer anderen Zeit, gespickt mit Wörtern, die wir heute nicht mehr brauchen. Dicke Wälzer, durch die sich mein Auge Buchstabe für Buchstabe hindurchkämpfte. Und ein Lehrer, der eingeknickt und gelangweilt vor uns stand, lustlos, leblos, wie eine Trauerweide bedeckt von schwerem Schnee. Es war Pflichtstoff für ihn wie für uns. Keine Spur von Passion oder Liebe zu Sprache und Literatur.

Madame Defosset sass vor mir in ihrem Atelier an der Chaussée de Vleurgat. Gemeinsam sprachen wir über mein Programm für die nächsten Monate, von der Prüfung für den «Accès direct au DALF» und davon, dass ich möglichst viel lesen solle, um richtig gut Französisch zu lernen. Camus den müsse ich kennen und Sartre und De Beauvoir. Mit leuchtenden Augen erzählte Sie von Existenzialismus, von Schriftstellern, deren Namen ich bis dato nie gehört hatte. Ein «Nein» liess sie nicht gelten und  griff energisch nach einigen Büchern. Ich solle es mit «l’étranger» und «la femme rompue» mal versuchen. Zuerst «l’étranger».

Und so sass ich abends im breiten Holzrahmen meines Küchenfensters, die Füsse angelehnt an die verwitterte Feuerleiter meiner Altbaumietwohnung. Unten von der Strasse Gelächter, Teller, die Auf- und Abgetragen wurden, in den Restaurants an der Rue Américaine. Die Abendsonnde schien mir ins Gesicht. Und ich begann: «Aujourd’hui, maman est morte. Ou peut-être hier, je ne sais pas. J’ai reçu un télégramme de l’asile … »

Was ich las, waren kurze prägnante Sätze. Eine Sprache wie ich sie bisher aus der Schulliteratur nicht gekannt hatte. Klare Gedanken, niedergeschrieben wie sie sind. Die Emotionen mir überlassen. Keine Belehrung, keine langwierigen Beschreibungen, keine überflüssigen Sätze, nichts … Ich war als Fremde angekommen in einer mir unbekannten Stadt, angekommen in einer mir bisher verborgenen Welt: Der Literatur von Albert Camus.

«L’étranger» ist seit 1997 eines meiner liebsten Werke geblieben.

Wer mehr darüber wissen möchte, dem empfehle ich unbedingt den Artikel von Stefan Zweifel. Und natürlich das Buch selbst.

In piedi sulla Via Bregaglia

Soglio im Bergell

Es war eine kurze Auszeit, aber eine besonders intensive. Ich fühlte mich, als hätte ich eine Woche Urlaub gehabt. Dabei waren es gerade mal 3. Tage. Das passiert, wenn man fernab vom Trubel in die Kastanienwelt des Bergells eintaucht. Eine Region, die ich schon seit Jahren besuchen wollte. Am Dienstag, 1. Oktober 2013 brechen wir auf nach Soglio. Mit dem Zug bis Chur, von dort mit der Rhätischen Bahn nach St. Moritz und dann mit dem Postauto weiter über Maloja nach Promontogno, wo wir erneut umsteigen, um ein anderes Postauto nach Soglio zu nehmen.

Soglio liegt auf einer Sonnenterrasse und ist umgeben von einer wunderschönen Bergwelt. Wir spazieren etwas durch das Dorf und geniessen – wie könnte es anders sein – Marronikuchen am späten Nachmittag.

Waschhaus in Soglio

Charakteristisches Dorf Soglio

Übernachtet haben wir im Palazzo Salis, einem historischen Hotel. Das Essen, die gewählten Tortelli mit Kastanien-Moussefüllung wie auch das Rosmarin-Risotto mit Malögin (ein Käse der Region) schmecken ausgezeichnet und das Frühstücksbuffet am Morgen bietet die richtige Stärkung vor der Wanderung am nächsten Tag. Bevor’s losgeht mit der Wanderung Richtung Chiavenna, besuchen wir jedoch zunächst den Garten des Palazzo, in dem zwei friedliche Mammutbäume wachsen.

Mammutbaum

Mammutbaum

Im Park des Palazzo Salis

Im Park des Palazzo Salis

An diesem Morgen ist einzig das sanfte Zwitschern der Vögel zu hören, es riecht nach fallenden Blättern und Holz und die Sonne blinzelt durch die Nebelschwaden und die Baumwipfel. Ein Moment des Durchatmens, des  Augenschliessens und Innehaltens. Den Tag  könnten wir genauso gerne in diesem wunderbaren Garten verbringen.

Nach dem Check-out schultern wir die Rucksäcke, das Gepäck für diese Tage haben wir auf das Minimum reduziert und Schritt für Schritt geht es der Via Bregaglia folgend hinunter nach Castasegna. Vorbei an der ersten «cascina» (kleine Hütten zur Trocknung der Kastanien), durch Wiesen mit den ersten braunen und gelben Blättern und den ersten stacheligen grünen «Igelchen» der Bäume, aus denen dann und wann eine Kastanie hervoräugt. Wir rasten im Castagneto, dem Kastanienwald von Castasegna, und erfahren auf dem Lehrpfad, dass die mächtigen Bäume eigentlich sanfte Pflänzchen sind, deren Pflege, Schnitt und Veredlung viel Feingespühr erfordern.

Castagne

Castagne

Castasegna ist nicht nur ein malerischer Ort direkt an der Grenze zu Italien, sondern zugleich auch der Ort, aus dem die Soglio-Produkte herkommen. Diese herrlich duftenden Duschmittelchen, Crèmes, Öle, Seifen und Shampoos, die erahnen lassen, welche reiche Blütenlandschaft die grüne Bergwelt des Bergells hervorbringt.

Soglio Hauptsitz in Castasegna

Soglio Haupsitz in Castasegna

Terrasse Villa Garbald in Castasegna

Terrasse der Villa Garbald in Castasegna

Weiter der Via Bregaglia folgend passieren wir die Grenze und wandern der Mera (in der Schweiz Maira genannt) entlang nach Villa di Chiavenna und weiter auf weichem, mit Laub gepolstertem Waldboden bis nach Santa Croce. Bei der schönen Brücke, die über die Mera führt halten wir, es ist bereits später Nachmittag und damit nicht nur Zeit eine Unterkunft zu suchen, sondern auch gedanklich das Nachtessen zu planen.

Welch Glück finden wir auf unsere telefonische Anfrage hin noch ein Zimmer im Hotel Piz Cam in Vicosoprano (deren Adresse wir uns schon vorab gemerkt hatten). Nur eine halbe Stunde bleibt uns noch bis das Postauto fährt. Wir laufen noch etwas der über Steinen gurgelnden Mera entlang zur Kirche San Martino di Aurogo und setzen uns auf eine Bank, dem Wasser und den Blättern im Wind lauschend.

Mit dem Postauto geht’s nicht nur zurück in die Schweiz und über die Grenze, es fährt uns direkt nach Vicosoprano. Wir kommen im Piz Cam an, einem gemütlichen kleinen Hotel, welches das Besitzerpaar gemeinsam renoviert hat und selber bewirtschaftet. Jedes Zimmer trägt eine Farbe. Unseres ist die Camera BLU. Sie ist modern, sehr sauber und bietet einen schönen Blick auf den Garten vor dem Hotel und die umliegenden Häuser von Vicosoprano. Wir haben noch ein wenig Zeit bis zum Abendessen und schlendern etwas durch die verschlungenen Gassen von Vicosoprano.

Mit gutem Essen lassen wir den Tag ausklingen. Aus der Karte wählen wir Valerias hausgemachte Marroninudeln und die Pizoccheri. Zum Nachtisch dann Marronikuchen und ein unvergleichliches Sorbetto alla Prugna. Das Abendessen schmeckt hervorragend. Gemütlich sitzen wir auf der Eckbank, geniessen die Pasta, die Pilze, den Käse und die ganze Aromenvielfalt der regionalen Küche. Das Piz Cam ist übrigens auch in einem der Bände der von Martin Weiss mit viel Liebe recherchierten URCHUCHI-Bücher zu finden. Ein wahrer Glücksgriff und der perfekte Ausklang für einen Tag inmitten der urigen Natur des Bergells.

Blick aus dem Dachzimmer des Piz Cam

Blick aus dem gemütlichen Dachzimmer des Piz Cam in Vicosoprano

In my memory it will always be summer in Warsaw

DE: Diese fünf Tage hätten abwechslungsreicher nicht sein können. Eine grossartige Konferenz und zwei Tage spazieren durch die Strassen einer grünen und lebendigen Stadt. Ich war begeistert von den Menschen, der Gastfreundschaft, der Sprache, dem Essen und Sein. Gerne wäre ich  länger geblieben und bin doch sehr glücklich für die Momente, die ich hier verbracht habe. Die Sonne schien und Warschau hat auf meiner ganz besonderen persönlichen Liste meiner liebsten Städte einen ganz besonderen persönlichen Platz gefunden.

EN: Five days and so much to see and learn. A great conference and two days strolling through the streets of a green and lively city. I was thrilled of all I experienced here – the people, the hospitality, the language, the food and the way of being. I would have liked to stay longer, but am very happy for the moments I lived here. The sun was shining and Warsaw found on my very special personal list of favorite cities a very special personal space.

Café Italia

Un cappuccino ed una chiacchierata con Enzo in the „Croque Madame“ on Nowy Świat

Warschau Altstadt

Walking between Stare Miasto and Nowe Miasto

Strassenschilder

Warschau Altstadt

On Nowy Świat

Stadtpark

Lazy Sunday afternoon … reading „al verde“ in Ogród Saski

Hält ein Mobiltelefon 10 Jahre lang? Ja, es hält!

Mobiltelefon

Vor 10 Jahren, am 28. März 2003 habe ich mir mein jetziges Mobiltelefon gekauft. Es hat mich durch viele schöne Telefonate begleitet, mir unzählige SMS zugesandt und mich immer wieder gezwungen den für heutige Verhältnisse sehr beschränkten Speicherplatz zu leeren. Es hat mir Feriengrüsse geschickt und mich an Termine erinnert. Es war dabei, als ich meine jetzige Liebe kennen lernte und hat mit mir Geburtstage gefeiert und Weihnachten und Ostern. Nach einigen Jahren rief es bei meinen Freunden Reaktionen hervor wie «Kauf dir mal ein neues Handy, das ist ja peinlich» oder «ich wollte dir ein MMS senden, aber dann dachte ich an deinen alten Knochen». MMS kann ich übrigens empfangen – über den Webdienst meines Aboproviders. Vermutlich halten sie diesen auch nur noch wegen meinem «Knochen» aufrecht. Irgendwann dachte ich dann darüber nach ein neues zu kaufen, doch dann – irgendwann – war der Punkt erreicht, an dem ich wissen wollte, wie länge es hält. Sprich, wann die geplante Obsoleszenz dem Ding den Garaus machen würde. Daraus wurden 6, 7, schliesslich 8 und 9 Jahre. Und es läuft noch immer. Seit letztem Jahr zeigt es mir verpasste Anrufe nicht mehr direkt an und ich muss mich durch eine Liste scrollen. Manchmal klemmt es einen einkommenden Anruf ab. Das aber sehr sehr selten. Und seit über 5 Jahren weckt es mich zuverlässig als Back-up Wecker jeden Morgen. Den Akku musste ich übrigens in den ganzen 10 Jahren nie wechseln und er hält auch heute noch problemlos zwei Tage nach dem Aufladen. Davon könnte wohl so manches Smartphone träumen.

Und wenn man bedenkt, wie viele wertvolle Metalle in jedem dieser Dinger drin stecken und auf welche Art viele von ihnen produziert werden, so macht es doch wohl Sinn, das eine oder andere ein paar Jahre mehr zu behalten. Im November letzten Jahres habe ich übrigens von meinem Aboprovider ein SMS erhalten: „Spenden Sie Ihr altes Handy jetzt für das SOS-Kinderdorf. … Mit dem Erlös aus dem Wiederverkauf des Handys ermöglichen Sie Kindern eine Zukunft.“ Ich würde das ja liebend gerne tun, ob jemand den «Knochen» noch kaufen würde, ist wohl fraglich.

Es weht die frische Wäsche in der Winterluft

Wäsche im Winter

Mein Grosmueti und ihre Eltern wussten es noch: Wer Wäsche im Winter trocknen will, der kann sie ruhig auch bei Minustemperaturen nach draußen hängen. Und wer wie wir das Glück hat, einen gedeckten Balkon zu haben, kann sie das ganze Jahr über draussen trocknen. Wenn man die Kleider dann nach zwei, drei Tagen reinnimmt, duftet sie so richtig winterlich frisch. Das kriegt nur die Natur so hin.

Wieso aber trocknet sie auch im Winter? Die Wäsche wird bei Minustemperaturen natürlich erstmal hart, da das Wasser im Gewebe gefriert. Doch schon nach kurzer Zeit sublimiert das Wasser und verdunstet. Die Wäsche ist dann kalt, aber trocken. Und vor allem – eben – wunderbar frisch.

Der Frühling kommt – Zeit zum Sein

FrühlingswunderlandDraussen weht der erste laue Wind. Der Duft des Frühlings liegt in der Luft. Und beschwingten Schrittes bin ich heute nach dem Schwimmtraining raus auf den Heimweg.  Das hat mich an einige schöne Momente des letzten Jahres erinnert. Wie etwa an den Spaziergang zur Blüemlisalp.

Darum hier frei aus dem Kopf meine Genussideen für die kommende Saison:

– Die Blütenstände im Frühling bewundern
– Über Flohmärkte streifen
– Frische Pasta zubereiten (vielleicht mit Bärlauch)
– Den Balkon zum Wohnzimmer für laue Frühsommerabende werden lassen
– Den Duft frischer Waldluft riechen
– Dem Bachrauschen zuhören
– Eine Panoramawanderung unternehmen
– Durch Brockenhäuser stöbern
– Einen ausgiebigen Brunch zelebrieren
– Die Aromen der eigenen Balkonkräuter geniessen
– Die Crawlspur frühmorgens ins unberührte Wasser ziehen
– Das Leben von einem Strassencafé aus beobachten
– Unter alten Baumbeständen rasten und dem Spiel der Blätter im Wind lauschen

 

Engel im Schnee – Wöllkomm in Gais

Hirschberg

Hach… was für ein Aufenthalt! Was für eine Kulisse! Meine liebe Freundin C. aus W. (hab dich gewarnt… 🙂 ) und ich haben uns einen wunderbaren Wochenendurlaub gegönnt. Ein einmaliges Winterwochenende, das winter- und wettertechnisch alles bot, was das Naturfreundeherz begehrt. Frische Winterluft, unvergleichliche Wälder, verschneite Landschaften, knirschenden Schnee unter den Füssen, und das Abenteuer aufkommenden Nebels, der uns kurzzeitig gerade mal knapp zwei Meter Sicht bot. Unsere Route vom Samstag sah wie folgt aus: Brülisau – Brüeltobel – Plattenbödeli – Alp Soll – Ruhesitz – Brülisau (mehr dazu auf appenzellerland.ch). Bis zum Plattenbödeli verlief der – wenn auch strengere Aufstieg im Schnee – in eitel Sonnenschein. Dann Zwischenrast im gleichnamigen Berggasthaus und danach auf Richtung Ruhesitz. Doch schon nach wenigen Schritten wurde die Sicht immer geringer und vom Rest der Wanderung kann ich nicht viel berichten, was das Panorama betrifft. Wir haben es schlicht nicht gesehen. Dafür war die Wanderung im Schnee umso abenteuerlicher und dank guter Signalisierung problemlos. Ei, das Knirschen und die Stille… spooky.

Die Nacht haben wir in einem kleinen Paradies verbracht. Eine Gästehaus, das seinem Namen alle Ehre macht. Das kleine Boutique-Hotel der Familie Willi bietet so viel Charme und Gastfreundschaft, dass wir bestimmt nicht das letzte Mal da waren. Unser Aufenthalt begann mit einer sehr freundlichen Begrüssung durch Heinz Willi, der uns persönlich zu unserem Zimmer führte und mit Mineralwasser aus Gontenbad versorgte. Dann das Zimmer selbst. Die perfekte Mischung aus modernem Anbau, topmodernem Bad, riesigem Balkon mit friedlich weidenden Ponys davor (welche Frau hätte nicht gerne den Ponyhof direkt vor dem Schlafzimmer *hihi*) und einer gelungenen Mischung aus modernen Materialien und Holz. War das schön. Das Bett: sehr bequem; die Ruhe: hätte entspannender nicht sein können. Wer so seine Gäste beherbergt, kann gar kein schlechtes Frühstück machen. Und so war es auch. Ein feines Buffet mit Brot, Zopf, Gipfeli, sensationellem selbstgemachtem Müesli, frischer Ananas und einer feinen Käseauswahl. Auf Wunsch gab’s ein Frühstücksei, Spiegelei oder Rührei. Letzteres war unseres und just richtig zubereitet – nicht zu fest gebacken aber auch nicht zu flüssig. Ach ja – süsses Detail – nicht zu vergessen: da war noch ein leicht warmer Schokoladekuchen – ein köstlicher Schokoladekuchen! Mmmjammm… Das Frühstück war das gemeinsame Werk von Vreni und Heinz Willi und auch an dieser Stelle ein riesiges Bravo an die Gastgeber. Es war schön da zu sein. Ein liebevolles Engagement, von dem sich so manch grosses Hotel ein riesiges Schokoladestück abschneiden könnte.

Dank dem Tipp von Heinz Willi kamen wir denn auch auf unseren letzten sonnigen Ausflug vom Sonntag. Hoch auf den Hirschberg und wieder hinunter nach Sammelplatz und Gais. Wunderbares Panorama und Traumschnee wie am Vortag. Die Welt war weiss, glitzerte und die Sonne schien. Und zwei Engel prägten ihre Spuren in den Appenzeller-Schnee.

Mehr Appenzellerland: www.appenzellerland.ch

Mehr zum kleinen Paradies in Gais: www.baerengais.ch

Gästehaus Bären Gais

Gasthaus Bären in Gais

Plattenboedeli

Aufstieg zum Plattenbödeli

Engel im Schnee

Engelspuren auf dem Hirschberg

Fehlt einzig der Schlitten

Wir leben im Winterkurort! Und das nur etwa 15 Minuten vom Stadtzentrum entfernt. Der Schnee liegt, soweit das Auge reicht und hoch, höher, am Weissesten. Und darum gab’s heute endlich wieder mal einen brrrr… wunderbaren Winterspaziergang im Wehrenbachtobel. Pulvrig schön und knirschend bei jedem Schritt. Ein Geräusch, so eigen, wie’s nur der Winter zustande bringt. Einfach unbeschreiblich invernale. Bei solchem Wetter gibt’s zuhause nur eines – ab auf den Wanderweg.

Winterweg beim Wehrenbachtbobel

Vogelhäuschen